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Hilfsprojekt „Mini Molars Cambodia e. V.“

Hamburger Zahnarztpaar engagiert sich ehrenamtlich in Kambodscha: „Die Welt ein wenig besser machen“

Kassel / Hamburg / Phnom Penh, 12.01.2016. Viele Kunden und Partner der synMedico GmbH engagieren sich ehrenamtlich: Um Projekte und Personen vorzustellen, aber auch mögliche Mitstreiter mobilisieren zu können oder gar Spender zu finden, wollen wir an dieser Stelle in loser Folge über derartiges Engagement berichten. Heute steht das Hilfsprojekt „Mini Molars Cambodia e. V.“ im Blick: Die Gründer, das Hamburger Zahnärztepaar Sombo und Dr. Ulf Zuschlag, und mehrere Kollegen behandeln in Kambodscha kostenlos Kinder.

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Im vergangenen Sommer gründete das in der Hansestadt Hamburg tätige Ehepaar das Hilfsprojekt offiziell, die Anfänge nahm es aber bereits drei Jahre zuvor. Damals, im Jahr 2012, war Dr. Ulf Zuschlag erstmals in Kambodscha ehrenamtlich im Einsatz: Der Mediziner war für zwei Monate bei einem zahnärztlichen Hilfsprojekt tätig. Doch nicht nur die bedürftigen Kinder des armen Königreiches lagen ihm am Herzen – er fand in der leitenden Zahnärztin des Projektes auch die Liebe seines Lebens. Inzwischen sind Sombo und Dr. Ulf Zuschlag verheiratet, sie leben und arbeiten in Hamburg, das Engagement für kambodschanische Kinder ist jedoch ungebrochen.

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Das im August 2015 offiziell von den beiden Medizinern gegründete Hilfsprojekt „Mini Molars Cambodia e. V.“ leistet kostenlose zahnärztliche Versorgung. Und die ist aus mehreren Gründen dringend nötig: Zum einen gibt es in dem südostasiatischen Land keine zahnmedizinische Grundversorgung besonders bedürftiger Kinder, zum anderen ist der Zahnstatus der Mädchen und Jungen sehr schlecht – zuckerhaltige Nahrung und ein Mangel an Zahnbürsten zollen ihren Tribut. Schon bei den Jüngsten müssen daher viele Zähne gezogen werden. Ziel der ehrenamtlichen Arbeit ist aber möglichst der Zahnerhalt. Daher steht neben Schmerzbehandlung vor allem auch das Thema Mundgesundheit im Fokus von „Mini Molars Cambodia e. V.“.

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Die ehrenamtlichen Helfer des Projektes, beispielsweise aus Deutschland, reisen auf eigene Kosten nach Phnom Penh und sind dort für einen Zeitraum von möglichst zwei Wochen in einer kleinen Zahnklinik auf dem Gelände der „Angk Portinhean Pagode” tätig. Vorrangig werden die Kinder eines angrenzenden Hilfsprojektes, das kostenlosen Englisch- und Computerunterricht anbietet, zahnmedizinisch versorgt. „Aber auch den zahlreichen kleinen Patienten aus der näheren Umgebung bleibt unsere Hilfe natürlich nicht versagt“, erklärt Dr. Ulf Zuschlag. „In unserem Einzugsgebiet leben etwa 15.000 Kinder. Wir versuchen, so viele Mädchen und Jungen wie möglich zu behandeln und die Eigenverantwortung der Kinder und ihrer Eltern zu stärken“.

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Schon Mitte Januar sind Sombo und Ulf Zuschlag wieder in Kambodscha an einem der beiden Behandlungsstühle tätig. Über Spenden und Mitgliedsbeiträge wollen die Initiatoren die Kapazitäten erweitern und unter anderem ein mobiles Projekt ins Leben rufen. Neben ausländischen Volontären sind auch einheimische Mitarbeiter für „Mini Molars Cambodia e. V.“ tätig.


Kurzinterview mit Dr. Ulf Zuschlag über das Projekt:

synMedico: Wer eignet sich zur ehrenamtlichen Mitarbeit und was muss man dazu „mitbringen“?
Dr. Zuschlag: „Zahnärzte und Zahnmedizinstudenten nach dem achten Semester. Großes Interesse sollte vorhanden sein, auch unter schwierigen Bedingungen zu behandeln. Empathie den kleinen Patienten gegenüber ist ebenfalls wichtig“.

synMedico: Läuft die Hilfe von „Mini Molars Cambodia“ ganzjährig und wie viele Mitarbeiter sind daran beteiligt?
Dr. Zuschlag: „Ja, die Hilfe läuft ganzjährig. Nur während der offiziellen Feiertage macht das Projekt Pause. In Kambodscha sind derzeit ein Zahnarzt und zwei Helferinnen aktiv. Hier versuchen wir, je nach finanziellen Mitteln, weitere Stellen für die kambodschanische Mitarbeiter zu schaffen“.

synMedico: Das Projekt ist auf externe Hilfe angewiesen. Worauf genau?
Dr. Zuschlag: „Wir brauchen Sachspenden, Volontäre und besonders finanzielle Unterstützung. Bei den Sachspenden brauchen wir zurzeit Extraktionszangen und Hebel. Außerdem werden Composite, Etching-Gel und Bondings benötigt“.

synMedico: Was – ganz persönlich – motiviert Ihre Frau und Sie selbst?
Dr. Zuschlag: „Meine Frau ist besonders durch ihre Heimatverbundenheit motiviert. Sie stammt aus einer armen Familie und hat sich alles selbst erarbeiten müssen und schon als Kind viel arbeiten müssen. Daher ist sie besonders daran interessiert, bedürftigen Kindern zu helfen, da diese bessere Zukunftschancen haben, wenn die Zahngesundheit und -ästhetik erhalten bleiben. Mich selbst motiviert besonders der Ausgleich zu meiner zahnärztlichen Tätigkeit in Hamburg. Ich bin leidenschaftlicher Zahnmediziner. Sonst würde ich nicht meine Ferien damit verbringen, in Kambodscha zu behandeln. Die Dankbarkeit der kleinen Patienten bringt eine tiefe Zufriedenheit“.

synMedico: Wie erleben die Kinder und deren Eltern Ihre Hilfsbereitschaft?
Dr. Zuschlag: „Die Dankbarkeit ist wirklich sehr groß. Es kommen auch viele Eltern zu uns und würden gern von uns behandelt werden. Leider dürfen wir nur Kinder behandeln. Unsere Kapazitäten sind auf der anderen Seite sehr begrenzt. Es gibt so viele bedürftige Kinder in Phnom Penh, dass wir niemals fertig werden, aber wir machen zumindest die Welt ein wenig besser“.

synMedico: Danke für das Gespräch und viel Erfolg für Ihre Arbeit.

Kontakt:
Mini Molars Cambodia e.V.
Jungfrauenthal 1
20149 Hamburg
Tel: +49 176/21932371
smile@minimolars.de
www.minimolars.de




Für weitere Informationen:

synMedico GmbH
Wilhelmshöher Allee 109
34121 Kassel
Tel.: 0561 / 766 406 – 0
E-Mail: kontakt@synmedico.de
www.infoskop.de

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